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Geschichte Der Freiwilligen Feuerwehr Lich - Steinstraß
Auszug aus der Festschrift zum 50 jährigen Bestehen. Im Jahre des 50 jährigen Bestehens überschattet mit dem Tagebau Hambach ein besonderes Ereignis den Doppelort Lich - Steinstraß. Die rund 1350 Einwohner müssen den Braunkohlebaggern weichen und werden in den nächsten Jahren eine neue Heimat finden. Dieses Ereignis lässt das Bestehen des Löschzuges Lich - Steinstraß ungewiss werden. Eines steht aber fest, die Wehr hält so lange unter ihrem Leitsatz " Gott zur Ehr´, dem nächsten zur Wehr" zusammen wie Lich - Steinstraß besteht. Erste Anfänge Etwa seit 1900, vor Gründung einer organisierten Wehr, bildeten Handwerker und Gemeindearbeiter des Doppelortes eine Pflichtfeuerwehr , die bei Notständen und Bränden einstand. Bekannt sind Einsätze im Jahre 1912 bei Wieland, bei denen die Wehr schon drei Handpumpen und ca. 100 m Schlauch zur Verfügung hatte, sowie 1914 bei Spohr. Verantwortlich für die Pflichtfeuerwehr war der hoch angesehene Dorfpolizist H.Malmen, der auch bis zum Bau des Spritzenhauses an der alten Schule die Ausstattung der Wehr aufbewahrte. Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ausgehend vom damaligen Bürgermeister Minnartz vom Bürgermeisteramt Rödingen und unterstützt von seinem Stellvertreter Josef Schwalbach sowie dem Polizeibeamten Malmen fand am 2 November 1926 die entscheidende Gründungsbesprechung in der Gaststätte Cremanns statt. Der 37 jährige Bauunternehmer Peter Immerath aus Lich wurde über den Beschluss des Rates zur Gründung einer Wehr informiert. Gleichzeitig wurde er beauftragt, diese erste Freiwillige Feuerwehr Lich - Steinstraß aufzustellen und zu leiten. Für die erste Ausrüstung wurde vom Rat damals beachtliche Betrag von 1000 Mark zur Verfügung gestellt sowie weitere 500 Mark aus der Feuerschutzsteuer für das folgende Jahr in Aussicht gestellt. Für die Ausführung des erteilten Auftrages benötigte Peter Immerath nur drei Monate. Am 1 Februar 1927 fand die offizielle Gründungsversammlung in der Gaststätte Cremanns statt. Mit Peter Immerath, Peter Stotzem, Wilhelm Stotzem, Fritz Reese, Peter Meuser, Peter Eschweiler, Franz Eschweiler, Matthias Esser, Andreas Cremanns, Christian Jörres, Wilhelm Lüpschen, Werner Jansen, Johann Gilles, Hubert Schmitz, Heinrich Schwalbach, Johann Flatten, Peter Lohmann, Werner Cremanns, Arnold Küpper, Johann Schopen, Johannes Schmitz und Werner Schmitz fanden sich 22 junge Männer die sich als Feuerwehrleute eintragen ließen. Peter Immerath war erster Brandmeister dieser Wehr und behielt dieses Amt bis zum Jahre 1930. Unterstützt wurde er von Werner Schmitz als Truppführer. Mit Peter Meuser und Johann Flatten verfügte die neue Wehr bereits über zwei Sanitäter. Peter Eschweiler zeichnete sich für die Kleiderkammer verantwortlich. Noch im Gründungsjahr wurde ein Feuerwehr Trommelkorps gegründet. Erster musikalischer Leiter war Josef Reiff. Dieses Korps errang in den folgenden Jahren große Erfolge.

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